14.08.2014 11:25

Zwei Müllwerker verletzt

Es soll nicht sein und trotzdem kommt es immer wieder vor. Gefährliche Abfälle in Mülltonnen oder Gelbem Sack. Sie gefährden nicht nur die Umwelt, sondern stellen eine große Gesundheitsgefahr für die Mitarbeiter der Müllabfuhr dar.

„Allein in den letzten beiden Wochen hatten wir drei Fälle, in denen derlei Abfälle über die regulären Abfallbehälter entsorgt wurden. Zwei Mitarbeiter des Zweckverbandes wurden dabei verletzt“, berichtet Florian Buchholz, Leiter der Betriebe.

Ein Mitarbeiter verletzte sich beim Einsammeln der Gelben Säcke. Diese waren nass und eine Säure zerfraß seine Handschuhe innerhalb von Sekunden. Der Mitarbeiter konnte nicht verhindern, dass seine Hände angegriffen wurden. Die Folge: Starke Schmerzen und 14 Tage Ausfall. Ähnlich erging es einem Mitarbeiter der Tonnenreinigung. Als er eine Tonne reinigte, verursachte der entstehende Sprühnebel bei ihm Blasenbildung an Gesicht, Armen und Händen. Auch hier die Vermutung, dass Säure über die Mülltonne entsorgt wurde. Dieser Mitarbeiter ist seitdem krankgeschrieben. Beim Verpressen von Müll kam es zu einer Explosion im Fahrzeug. Ursache war ein Feuerlöscher. „Zum Glück standen die Müllwerker in diesem Moment weit genug vom Fahrzeug entfernt, so dass niemand verletzt wurde“, so Buchholz. Das Fahrzeug musste notentleert und auf Schäden geprüft werden. Es kam zu stundenlangen Verzögerungen in der Tour. Buchholz appelliert an die Bürger: “Bitte entsorgen Sie die gefährlichen Abfälle getrennt vom übrigen Müll. Nur so können wir unsere Mitarbeiter und die Umwelt schützen.“ Die Entsorgung von gefährlichen Abfällen über die Mülltonnen ist eine Straftat.

Zu den gefährliche Abfällen zählen z. B.: Backofenspray, Toilettenreiniger, Feuerlöscher, Desinfektionsspray, sämtliche Elektrogeräte und Pinselreiniger. Aus privaten Haushalten können diese kostenlos auf den Entsorgungsanlagen oder beim Schadstoffmobil abgegeben werden. Gewerbliche gefährliche Abfälle werden beim Zweckverband gegen eine geringe Gebühr entsorgt. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.zacelle.de oder beim Kundenservice unter 0 51 41-75 02 22.

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